Klaus, seit wann bist Du in der Funktion als Referent
für Öffentlichkeitsarbeit für den DSB tätig, welche Aufgaben hast Du genau und
wie muss man sich einen gewöhnlichen Tag bei Dir vorstellen ?
Klaus-Jörg Lais :
Seit Mai 2005 mache
ich jetzt diesen „Job“. Das Aufgabengebiet war durch die Satzung vorgegeben,
aber völlig unzureichend beschrieben. Später hat ein Ausschuss - weder unter
meinem Vorsitz noch mit meinem Wirken - die Aufgaben zusammengefasst und ist
auf eine Vollzeitstellenbeschreibung gekommen. Von diesen Aufgaben übernehme
ich den größten Teil und um es vorweg zu nehmen - unentgeltlich, ehrenamtlich
und zwischen drei und vier Stunden pro Tag. Meine Rechenschaftsberichte kann
man übrigens online nachlesen. Dort steht alles, mit was ich mich so beschäftige.
(Anm.
d. Red.: siehe Referatsseiten
des Deutschen Schachbundes )
Bitte bilanziere für
unsere Leser Deine Arbeit als Funktionär. Welche Ziele wurden unter Deiner
maßgeblichen Mitverantwortung erreicht ?
Welche Hürden müssen noch genommen werden ?
Klaus-Jörg Lais :
Ich gehe wagemutig
davon aus, dass noch nie so vielfältig und reichlich aus allen Bereichen des
DSB berichtet wurde. Das hat in den Verbänden und Vereinen auch Akzeptanz
gefunden und spiegelt sich in Respekt und Anerkennung wieder. Die
Zugriffszahlen auf unsere Seiten haben sich seit meinem Amtsantritt
verdreifacht, wir haben in Spitzenzeiten bis zu 35.000 Besucher pro Tag.
Die fünf Webseiten unter meiner Verantwortung sind glänzend organisiert, die
Serviceleistungen um ein Vielfaches angewachsen. Der Kontakt zu den Kollegen in
den Ländern ist hervorragend, auch zu den Mitgliedsverbänden. Der Beitritt des
BdF geht auf DSB-Seite zum größten Teil
auf meine Kappe. Die Zusammenarbeit mit den anderen Internetmedien ist so gut
wie nie zuvor. Mit Ausnahme der Europa-Rochade auch zu den Zeitschriften, der
Informationsfluss funktioniert. Weniger zufrieden bin ich mit der
Außendarstellung, der Lobbyarbeit und dem Marketing, auf letzteres habe ich den
wenigsten Einfluss.

Klaus-Jörg zu Gast beim BdF
Wieso mit Ausnahme
der Europa-Rochade?
Klaus-Jörg Lais :
Herr Köhler nimmt von
mir nichts mehr an, seit ich ihm eine Gegendarstellung auf die Abbildung
der Bundesnachrichten im August 2006 geschickt hatte.
(Anm.
d. Red.: siehe Webseitenarchiv
des Deutschen Schachbundes )
Der Vorgang war ja irgendwie auch
lustig. Anstatt das einfach abzudrucken oder mal drauf zu reagieren, fing er
an, in der Geschäftsstelle nachzufragen, was der böse Herr Lais da
veröffentlicht hat. Zum selber Nachschauen hat es weder in seiner Post, noch
auf unserer Webseite gereicht. Aber ich bin nicht sonderlich traurig drüber.
Erstens war es immer unbezahlte Mehrarbeit und zweitens bin ich kein Fan dieser
monatlichen Fundstücksammlung. Wenn man vergleicht, was Tischbierek und Borik
bieten, wundert mich die Auflagenzahl. Was ich ihm allerdings übel nehme, ist
das Weiterführen der Rubrik „Bundesnachrichten“ mit von uns nicht autorisierten
Beiträgen. Schön, dass ich dazu mal die Gelegenheit nutzen darf: (energisch) : Diese
Nachrichten sind-nicht-von-uns!
Und alles was Du
beschrieben hast, machst Du ohne Aufwandsentschädigung? Die Seiten des DSB sind
seit Jahren topaktuell und inzwischen voller neuer Serviceleistungen.
Klaus-Jörg Lais :
So ist es. Lediglich
die notwendigen Sachkosten und Reisekosten werden erstattet. Die Aktualität
unserer Seiten darf man nicht überbewerten, ich halte das für eine
selbstverständliche Serviceleistung, dafür müssen wir da sein. Außerdem sind
die Nachrichten nur ein sichtbarer Bruchteil meiner Arbeit. Die Neuerungen und
Serviceleistungen gehen zu einem großen Teil auf das Konto des „weltbesten
Webmasters“, das meines Kollegen Frank
Hoppe. Vermutlich würde ich ohne ihn sogar aufgeben.
(lesen Sie auch unser Interview mit
Frank Hoppe)

Klaus-Jörg vom Gegner abgeblitzt
Wie klappt die Zusammenarbeit zwischen Euch ?
Klaus-Jörg Lais :
Fantastisch. Frank
setzt nicht nur um, was mir so einfällt, er arbeitet vor allem auch unglaublich
viel selbstständig und weit mehr, als er muss. Manchmal kommt er mit
solchen Dingen wie dem Spielerregister oder der Chronik - da kann ich hinterher
nur noch staunen. Der Mann ist für uns im Grunde unbezahlbar. Hoffentlich liest
er das nicht (lacht). Aber ernsthaft: besser geht’s nicht! Frank ist
übrigens nicht der einzige Webmaster bei uns. Wir haben mit Petra Firschke eine nette und fleißige
Kraft für unsere Olympiadeseiten. Dann wäre da noch Michael Gründer, der immer aushilft, wenn man ihn braucht und zudem
die Seiten für den Tag des Schachs betreut. Die Schiedsrichter- und
Bundesrechtsberaterseiten, sowie der Linkbereich werden von Natascha Bingenheimer administriert.
Für die Seiten der Amateurmeisterschaften macht das seit Jahr und Tag Matthias Berndt, der auch der erste
Webmaster des DSB war. Holger Kubiak
und Falco Nogatz machen prima
Projekte für uns.
Woher nimmst Du die
Motivation für Deine ehrenamtliche Arbeit ?
Klaus-Jörg Lais :
Das mit der Motivation ist eine sehr gute Frage. Anfangs war
es der unbedingte Wille nach Veränderung. Ich wollte verkrustete Strukturen
aufbrechen, neue Wege gehen, Informationsnetze aufbauen, die DSB-Arbeit
transparent gestalten. Voraussetzung dafür war immense Fleißarbeit und die
Hoffnung, dass diese Arbeit in den Gremien und Ausschüssen anerkannt und
honoriert wird. Es basierte auf einem einfachen Plan: Arbeiten, Arbeiten,
Arbeiten - Aufmerksamkeit erzwingen - Unterstützung erfahren - Erfolg haben.
Irgendwo zwischen Punkt Zwei und Drei irrte ich.
Das meinst Du nicht
im Ernst! Ich kenne niemanden, der Deine Arbeit als Pressereferent nicht hoch
genug einschätzt. Jeder sagt: Das kann man doch nicht übersehen, was hier für
den DSB und die Schachspieler geleistet wird.
Klaus-Jörg Lais :
Arbeiten diese Leute in DSB-Gremien?
Ehrlich gesagt, nein.
Klaus-Jörg Lais :
Eben. Ich habe mit der Akzeptanz aus Vereinen und Verbänden
überhaupt kein Problem. Das Referat für Öffentlichkeitsarbeit erfüllt seine
Aufgaben nach einer Vereinsbefragung vom Januar 2007 mit einem kosmisch hohen
Zufriedenheitswert, ähnliche Zustimmung gab es nur für die heilige Kuh
DWZ-Wertungen.
Wie sieht denn dann
die Kritik aus?
Klaus-Jörg Lais :
Erstaunlicherweise vielfältig. Selbst nach zwei Jahren
können sich einige Kollegen noch immer nicht an meine Arbeitsweise gewöhnen.
Dachte ich anfangs noch, es könne aus der Angst heraus geboren sein, dass jetzt
weniger Licht auf andere fällt, bin ich heute ratloser denn je. Bestes Beispiel
ist die Kritik, diese oder jene Nachricht gehöre nicht auf unsere Webseiten.
Welch’ kurzsichtiger Einwurf! Zum einen meint damit jeder
andere Nachrichten, bloß seine eigenen nicht und zum anderen ist das
deutsche Schachleben dermaßen facettenreich – wie stur und einfältig wäre es,
nur noch Ergebnisse zu spiegeln!? Es ist doch ganz im Gegenteil so: Gerade weil
wir so vielfältig sind, finden sich die Leute auf unseren Seiten wieder und die
Arbeit wird deshalb positiv beurteilt.
Deine Wahl zum
Referenten für Öffentlichkeitsarbeit stand unter einem schlechten Stern. Magere
75% gab es damals für Dich, als den einzigen Kandidaten. Dies war nicht
eben ein Vertrauensvorschuss, wie man ihn sich wünscht. Wie viel Zustimmung
bekämst Du, wenn heute Wahlen wären?
Klaus-Jörg Lais :
Die Wahl 2007 war eine unglaubliche
Enttäuschung. Für einen kurzen Moment zögerte ich, ob ich mir das unter den
Voraussetzungen weiter antun soll. Nur im Ungefähren kann ich darüber
spekulieren, welche persönlichen Gründe den ein oder anderen
Landesverband veranlasst hat, die „Enthaltungen“ hoch zu halten. Ich hatte aus
den LVs vor der Wahl , analog zur Umfrage, nicht den
Hauch einer Kritik zu hören bekommen. Zwei Landesverbände, darunter ein großer
Verband mit vielen Stimmen, stimmten mit „Nein“ - ohne mir bis heute die Gründe
zu nennen.
Wie lautet die
Antwort auf den zweiten Teil der Frage?
Klaus-Jörg Lais :
Es gibt elegantere
Wege, sich selbst zu ohrfeigen.
Wirst Du Dich der
nächsten Wahl erneut stellen?
Klaus-Jörg Lais :
(ernst) Wenn sich die Perspektive nicht ändert; Nein.
Mit welchen - sagen
wir mal - typischen Vorwürfen würdest Du an dieser Stelle gern einmal aufräumen
wollen ?
Klaus-Jörg Lais :
Wie viel Zeit hast Du
mitgebracht? (grinst)
Ausreichend, nur zu!
Klaus-Jörg Lais :
Einen typischen Vorwurf aus den eigenen Reihen habe ich
schon genannt: „Wieso steht dies oder jenes hier auf unseren Seiten“? Gerne
antworte ich dann: „Warum steht darüber hinaus so vieles nicht auf unseren
Seiten“? Zum Beispiel eine Antwort auf den Unsinn, der über unsere Arbeit auf
dritten Seiten publiziert wird? Oder aktuelle Bilanzen aus den einzelnen
Referaten? Ein weiterer Vorwurf sind die Kosten, die mein Referat verursacht.
Da stehen in 2007 keine 3.000 Euro drin - darauf muss ich angesichts des
Geschäftsbetriebes nicht antworten, oder? Dann hätten wir da noch: „Der Referent
missbraucht die Seiten für sein persönliches Statement.“. Nun, ob ich als
ständiger Bearbeiter das Recht habe, persönliche Eindrücke mit einzubringen,
darüber können wir gerne streiten. Aber wie oft ist das vorgekommen? Oder viel
besser: Wie oft ist es nicht vorgekommen? Denn wir wären schon mal einen guten
Schritt weiter, wenn wir selbst auch mal öffentlich über den Status Quo unserer
Ressorts reden würden. Das könnte freilich Stimmen beim Kongress kosten.
Du hast da gerade
einen wichtigen Punkt angesprochen. Häme und Kritik am DSB gehören derzeit
schon fast zur Tagesordnung. Indes ist nicht ganz klar, warum sich der
Schachbund mit schwerwiegenden Vorwürfen nicht öffentlich
auseinandersetzt. Man reagiert gar nicht oder viel zu spät. Auch ist nicht ganz
klar, wer eigentlich autorisiert ist, im Namen des Schachbundes Stellung zu
nehmen.
Klaus-Jörg Lais :
Gut beobachtet! Manche Dinge kann ich einfach nicht fassen.
Da werden Sachen behauptet, die sind schlichtweg erfunden. Wie kann man da bloß zusehen, abwarten und Tee
trinken? Der Kinderschachredakteur ist das beste Beispiel dafür – und früher
haben wir mal richtig gut harmoniert!
(Anm.
d. Red.: gemeint ist die Serie „Impulse“
)
2007 legte er los mit
seinen immer gleichen „Schauerschach“-Geschichten, immer gleich gestrickt, bloß
wieder neu aufgerollt und zubereitet. Und die Stories sind nicht mal besonders
sensationell. Aber er ist ein geschickter Verkäufer, verpackt das immer wieder
neu. Ohne konkreten Anlass begann er kurze Zeit später, mich zu siezen und aus
seinem Forum raus zu werfen, andere Kritiker übrigens auch. Permanent
bezeichnet er mich als „Pressesprecher“, der kein Statement abgeben wolle.
Beides ist Blödsinn. Wenn es einen Pressesprecher gäbe, könnte der wenigstens
angemessen reagieren. Außerdem rede ich mit jedem. Er sollte doch selbst
wissen, was der Unterschied zwischen Referent und Sprecher ist. Vielleicht
sollte er das mit dem Sprecher bei seinem Talent selbst übernehmen.
Das Schlimmste ist, es
wird in großen Teilen ohne Hinterfragen abgekauft und weiter verbreitet: (aufgeregt)
Leute, so kann es doch
nicht weitergehen!
Wir Deutsche haben ja
ohnehin den Hang, das Glas grundsätzlich halb leer zu sehen, unter uns
Schachspielern scheinen die Berufskritiker besonders häufig vertreten. Und wenn
wir uns das Beispiel Schacholympiade vornehmen: Glaubt der gemeine
Schachspieler wirklich, wir halten uns für unfehlbar in unserer Arbeit? Man
kann immer Alles besser machen. Aber man muss uns doch wenigstens mal
anerkennen, dass der DSB eine Menge für das Megaereignis geleistet hat - und
Dresden erst recht! Ein Superevent, wie es in den kommenden 20 Jahren
vermutlich nicht wieder kommt. Und wir haben nichts Besseres zu tun, als uns
selbst zu zerfleischen. Das gilt in Teilen übrigens auch für die Kollegen auf
den Blogseiten - die lesen das auf und übernehmen es, ohne auch nur im
geringsten darüber nachzudenken, ob das realistisch ist oder die Quelle mal
kritisch zu hinterfragen.
Was eigentlich
permanent übersehen wird: Nicht nur meine, sondern die ganze Arbeit des
Präsidiums ist ehrenamtlich, das trifft auf jeden von uns zu. Dieses
überzeichnete Bild saturierter Funktionäre ohne Gewissen und Verstand ist
unerträglich.

Klaus-Jörg beim Kiebitzing
Lass uns konkret
werden am Beispiel des Schach-Shops. Immerhin gibt es nun eine Reaktion aus
berufenem Munde, wenn auch nicht von einem Präsidiumsmitglied.
André Van der Velde, Geschäftsführer der Wirtschaftsdienst
GmbH des Schachbundes und des DSB-Schachshops. sowie Präsident des Hamburger
Schachverbandes gab auf Chessbase ein
Interview. Darin äußert er sich unter anderem zu dem Konstrukt aus Schachbund, DSB Wirtschaftsdienst GmbH
und SchachShop DSB GmbH. Um ehrlich zu sein, uns ist noch immer nicht klar,
wozu das nötig war. Niemand hat doch wirklich auf einen DSB-Shop gewartet -
zumal der Markt klein ist und
ausgerechnet der DSB ohne Not den Wettbewerb verschärft.
Klaus-Jörg Lais :
Zu Sinn und Aufgaben
der Wirtschaftsdienst GmbH hat Van der Velde bereits gesprochen, die
Entscheidung zum Schachshop war im Nachhinein betrachtet sicher sehr
unglücklich - ich will mich dazu aber nicht äußern.
Warum?
Klaus-Jörg Lais :
Weil ich nicht für die GmbH rede. Man weiß ja
nie, was einem droht.
Van der Velde sagt in
dem besagten Interview auch, dass das Thema
Schach zwar in der Werbung positiv besetzt sei, der Schachbund aber in
den Marketingabteilungen der potentiellen Sponsoren keine Rolle spielen würde.
Selbst eine professionelle Werbeagentur sei mit dem Vorhaben gescheitert, den
Schachbund zu vermarkten. Das klingt so, als wäre der DSB komplett paralysiert.
Klaus-Jörg Lais :
Also das ist auch der
Punkt, den ich überhaupt nicht verstehen kann. Wie kann man sich als Geschäftsführer
der für die Sponsorenverträge zuständigen Wirtschaftsdienst-GmbH nur hinstellen
und behaupten: Wir haben eh keine Chancen, also versuchen wir es erst gar
nicht? Denn das ist ja genau die Crux: Man versucht es erst gar nicht. Wir
geben einer Werbeagentur einen Marketing-Etat, der sich für solch einen Global Player im Peanuts-Bereich bewegt, für uns übrigens nicht,
und glauben dann, wir hätten alles getan. Andere Dienstleistungen der Agentur
bezahlen wir noch obendrein. Auch die GmbH wird ehrenamtlich geführt - und
keiner der drei Geschäftsführer ist dazu in der Lage, sich um potente
Sponsoren zu kümmern. Selbst bei kleineren Transaktionen ist der Mangel an
kaufmännischem Know-How und professioneller
Abwicklung kaum zu übersehen. Da ist es bequemer zu sagen: „Wir schaffen das ja
eh nicht“. Ich sage: Es ist einfach niemand da, der dazu in der Lage ist, das
Potential des DSB ordentlich zu vermarkten.
Kannst Du das
konkretisieren mit dem Potential?
Klaus-Jörg Lais :
Natürlich. Der DSB ist
der zweitgrößte Schachverband der Welt. Wir haben Zehntausende von Männern in
einer für die Wirtschaft höchst attraktiven Zielgruppe zwischen 20 und 40
Jahren. Die sind zielorientiert, denken strategisch, planen voraus. Es gibt
Agenturen, die suchen jahrelang nach einem Zugang zu einer solchen Zielgruppe.
Wir könnten sie auf dem Silbertablett präsentieren. Wenn ich den Auftrag zur
Vermarktung bekäme, hätten wir für dieses Gespräch jedenfalls keine Zeit mehr.
Der DSB hingegen hat sozusagen einen Hauptsponsor aus den eigenen Reihen - und
dafür können wir noch froh sein. Was der für
uns leistet, ist angesichts der Haushaltslage enorm wichtig.
Es wird auch Kritik
an der Webseite sowie an der „externen Öffentlichkeitsarbeit“ geübt.
Klaus-Jörg Lais :
Selbst ich halte unsere
externe Medienarbeit für ungenügend, das ist bekannt. Ich habe immer
präzisiert, was ehrenamtlich machbar ist und was nicht. Nicht zu vergessen: Was
ehrenamtlich eigentlich nicht zu verlangen ist und trotzdem geleistet wird. Und
die Diskussion über die grundsätzliche Ausrichtung habe ich schon vorhin
angesprochen: Die GmbH profitiert in hohem Maß von der Popularität unserer
Internetseiten, zumindest wenn sie das wirtschaftlich umzumünzen wüsste. In
einem Interview mit Chessbase weise einzustreuen, die Profis könnten das mit
den Nachrichten doch viel besser, ist wirklich sehr klug formuliert.
Wie siehst Du das in
Hinblick auf die Olympiade? Welchen Anteil hat der DSB an diesem Mega-Event und
was verspricht man sich davon in der Folgezeit?
Klaus-Jörg Lais :
Wir machen doch
wirklich eine Menge. Der Olympia-Ausschuss ist voller Ideen und hat die meisten
davon sehr gut umgesetzt. Schau Dir doch nur mal an, wie prallgefüllt die Internetseiten unseres Olympiadeauftritts
sind. Letztendlich sind wir aber von Dresden in fast allen Belangen
abhängig. Dafür liegt das finanzielle Risiko aber auch nicht bei uns.
Weißt Du, es gab mal
Zeiten, so kurz nach meinem Amtsantritt, da hat man frank und frei geträumt:
„Also die Schacholympiade, die bringt uns bestimmt so 20 – 25 %
Mitgliederzuwachs, wenn wir es richtig machen“.
20 bis 25 Prozent!
Ich glaube, unser
Schatzmeister würde heute schon 5% unterschreiben, wenn man es ihm anbieten
könnte. Schon im Hamburger Hauptausschuss im Januar 2006 habe ich gewarnt: „Die
Schacholympiade wird uns kein einziges Prozent bringen, wenn wir so
weitermachen“. Alle verfügbaren Gelder wurden dem Leistungssport zugesprochen
mit dem Argument, wenn wir nur entsprechend erfolgreich spielen, bekommen wir
auch ausreichend Medienresonanz. Also im Klartext: Wenn wir Dritter statt
Sechster oder Zehnter bei der Olympiade werden, bringt uns das mehr
Schlagzeilen, das bringt uns mehr Mitglieder und das wiederum mehr Geld in die
Kassen. Auf diese Logik kann sich jeder selbst seinen Reim drauf machen.
Währenddessen blieb das Breitenschachreferat knapp zwei Jahre unbesetzt.
Wir brauchen
Arbeitsbienen, keine Theoretiker. Wir brauchen Arbeiter mit Ideen und Fleiß,
die den eigentlichen Massensport Schach zu dem machen, was er verdient: Zu
einem populären und allseits anerkannten Freizeitangebot mit allen Facetten,
die das Schach zu bieten hat. Und das ist nun mal mehr als bloß DWZ-Zahlen. Bis
zur Erkenntnis, dass uns Schulschach auf Dauer weiterbringt, hat es mindestens
zehn Jahre gedauert. Es dürfte doch in der ganzen Republik keine einzige Schule
ohne Schach-AG mehr geben. Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis
Breitenschach und Öffentlichkeitsarbeit in der Prioritätenliste die Nummern
Eins und Zwei sind oder ob sie das je werden. Und bevor der Nächste kommt mit
seinem Boris Becker des Schachs, rufe ich entgegen: Einen Boris Becker bekommen
wir nicht geschenkt - den muss man sich erarbeiten!
Noch mal zum Thema
Olympiade: Der umstrittene Schachorganisator Dr. Dirk Jordan...
Klaus-Jörg Lais :
Wieso umstritten?
... ist nach allen Regeln der Kunst ordentlich
demontiert...
Klaus-Jörg Lais :
Wieso demontiert?
.... und seine moralische Integrität in Frage
gestellt worden. Quasi im Handstreich hat der Dresdner Bürgermeister Lehmann
sich zum neuen Präsidenten des Organisationskomitees der Schacholympiade
erklärt.
Klaus-Jörg Lais :
Von wem? Wir reden
doch hoffentlich nicht über die schauerlichen Geschichten? Hör mal, es gibt
eine Menge von Leuten, die Dirk Jordan
„ans Leder“ wollen - aus den unterschiedlichsten Motiven. Da ist so ziemlich
die ganze Palette niederer Instinkte bei: Hass, Missgunst, Neid, Dummheit,
Arroganz. Aber ich möchte wirklich nur mal ein wirklich gutes Argument hören,
weswegen Jordan umstritten sein soll. Ohne Jordan wären wir heute in punkto
Schacholympiade nie und nimmer so weit. Gegen Jordan wurde auch nicht ermittelt
- das ist doch Unfug! Es gab eine anonyme Anzeige gegen den Verein, in dem
Jordan Mitglied ist und die wurde eingestellt. Und so anonym ist die ja nun
auch nicht - wir wissen ja, wer die Briefe schreibt, aus denen Herr „Kinderschach“
zitiert.
Und seine privaten
finanziellen Verhältnisse gehen nun wirklich niemanden etwas an. Was hat das
mit dem ehrenamtlichen Chairman Jordan zu tun? Wo bitte ist irgendetwas
Greifbares, was nicht aus Halbwahrheiten und Gerüchten besteht und immer wieder
neu aufgekocht wird? Und das der Bürgermeister der Stadt Dresden Vorsitzender
des Organisationskomitees wird - also bitte - eine bessere Lösung konnte uns
nicht passieren. Es ist auch nach außen ein deutlich sichtbares Zeichen, dass
Dresden und vor allem die Stadtpolitik hinter dieser Veranstaltung steht.
Verstehen kann ich es
trotzdem nicht: Einerseits wird sein Ruf von den Offiziellen des DSB nicht
wiederhergestellt, andererseits setzt man auf ihn sowohl im
Organisationskomitee der Olympiade, als auch in den beliebten und viel besuchten
Turnieren der Deutschen Amateurmeisterschaft. Schadet der DSB mit dem Schweigen
nicht auch den Bemühungen um die Finanzierung der Olympiade, da nicht nur im
„Schachvolk“ Unsicherheit eingekehrt ist?
Klaus-Jörg Lais :
Warum wir das wie die
Schafe mit uns machen lassen, kann ich selbst nicht begreifen. Es geht ja nicht
nur um die Kritik an Jordan . Auch andere werden ja
permanent persönlich beleidigt. Da reagieren wir auch nicht. Aber Du hast
natürlich recht - für all das, was Jordan geleistet hat, zeigen wir uns
reichlich unbeteiligt bei der ganzen Schlammschlacht. Man darf eines nicht
übersehen, was aber immer gerne mal getan wird, um bestimmte Artikel zu
legitimieren:
Dirk Jordan ist nicht
„der deutsche Schachbund“. Das musst Du deutlich trennen. Dirk Jordan ist der
Chairman für die Schacholympiade, aber er hat im DSB kein Amt. Er würde sich damit
auch nur selber in Interessenskonflikte bringen. Insofern konnte er zwar auf
Hilfe hoffen, aber nicht unbedingt damit rechnen. Und wie man sieht, halten wir
uns fein raus. Aber wir lassen ja auch sonst alles mit uns machen.

Klaus-Jörg und Dieter Auer
Gibt es im Präsidium
einen regelmäßigen Meinungsaustausch über diese Themen?
Klaus-Jörg Lais :
Nein. Kommunizieren
gehört nicht zu unseren Stärken.
Wie ist das
eigentlich beim Deutschen Schachbund ? Wer
redet da überhaupt mit wem und vor allem bei welcher Gelegenheit
? Im Netz ist immer wieder von gut unterrichteten Quellen die Rede, die
nicht namentlich genannt werden wollen. Anscheinend gibt es immer wieder
gezielte Indiskretionen und absichtlich gestreute Halbwahrheiten. Das klingt
wie bei einer Parteizentrale !
Klaus-Jörg Lais :
Um beim Bild mit der Partei zu bleiben - sehr
einig scheint sie sich ja dann nicht zu sein (lacht) - aber soll ich Dir eine Antwort geben, an die ich wirklich
glaube?...
...Gerne....
Klaus-Jörg Lais :
Ich glaube, dass diese Infos nicht aus dem
Präsidium kommen, sonst wäre viel mehr Wahres dran. Ich bin sogar fest davon
überzeugt, dass solche Indiskretionen - wie Du sie nennst - bestenfalls von
einem Funktionär aus dem zweiten oder dritten Grad der Informationskette kommen
und oft merkt man es daran, dass schon die Hälfte davon hinzu gedichtet ist.
Wir können uns schon denken, wie die Kanäle gebaut sind, aber wir schauen da
besser nicht nach. Am Ende müssten wir noch feststellen, dass wir die
Bauaufträge selbst vergaben.
Apropos Internet. Im
DSB eigenen Webseitenforum, und nicht nur dort, waren die User verwundert, als
plötzlich das Schachbundlogo ersatzlos verschwand und sich statt dessen, größer
als je zuvor, das Logo der Firma Chessbase dort befand.

Klaus-Jörg in Mannheim 2007
Klaus-Jörg Lais :
Ich habe die
Spekulationen auch gelesen. Ein lustiges Beispiel für eine sich
verselbstständigende Halbwahrheit. Ich selbst habe das Logo dort platzieren
lassen, weil ich den Vertrag zwischen GmbH und Schachbund so interpretiert
habe. Für mich war das nie eine überlebensnotwendige Frage, ob das Logo da nun
steht oder nicht.
In diesem Fall
ging es nicht allein um den Sponsor. Das
Schachbund-Logo war statt dessen weg.
Klaus-Jörg Lais :
Ich entschuldige mich
ja gerne ein zweites Mal. Im Gegenzug zu vielen anderen habe ich auch kein
Problem damit, Fehler einzugestehen. Nur wenn Du nichts arbeitest, wirst Du
keine Fehler machen können. Es ist nur komisch, was für eine Eigendynamik das
annimmt. Dein Nachhaken beweist das ja. Dabei hatte es den schlichten Grund,
dass ich es aus meiner Innenansicht heraus nicht für notwendig hielt, das Logo
noch mal extra zu platzieren. Es erscheint ja auch ständig bei bestimmten
Nachrichten. Dass dies zu einer (betont ironisch) Frage nationaler
Bedeutung wird, hätte ich nicht erwartet.
Inzwischen ist das
Logo des Hauptsponsors nicht mehr im Schriftzug, aber als fettes Banner
integriert. Dies wirft grundsätzlich die Frage auf, welche Verquickungen es
zwischen dem DSB und seinem Premiumpartner genau gibt.
Klaus-Jörg Lais :
Welche Verquickungen
sollen das sein? Es gibt einen Vertrag, an den die GmbH gebunden ist - das ist
alles. Nachdem unser Webmaster das Logo „raus operierte“ sollte es dorthin, wo
es nun ist.
Welche Leistungen
sind denn vertraglich vereinbart ? Was genau muss der
Schachbund tun für sein Geld?
Klaus-Jörg Lais :
Entschuldige bitte -
aber das sind nun wirklich vertragliche Inhalte, die nicht in ein Interview
gehören. Ich darf Dir aber versichern, dass nichts Unanständiges drin steht. Es
ist doch selbstverständlich, dass man sich an die vertraglichen Details hält.
Da schwingt im Unterton der Frage etwas Verschwörerisches mit, was mir nicht
gefällt. Ich meine: Du unterschreibst doch auch Verträge, von denen beide
Vertragspartner etwas haben. Das ist doch kein einseitiges Geschäft.

Klaus-Jörg bei der DEM 2006
OK, akzeptiert. Anderes Thema: Mit
dem neuen DSB Präsidenten von Weizsäcker sowie dem Vizepräsidenten Dr.
Matthias Kribben gibt es gleich zwei neue Gesichter im DSB-Vorstand. Welche
Erwartungen verknüpfst Du mit beiden.
Klaus-Jörg Lais :
Es gibt übrigens noch mehr neue Gesichter, das übersieht man
immer wieder gern. Mit Ulla Hielscher haben
wir eine hervorragende Wahl für das Frauenschach getroffen, Jochim Gries löst Hanno Dürr im Ausbildungsbereich ab. Und vor allem: Wir haben mit Ralf Schreiber endlich wieder einen Breitenschachreferenten und zwar eine echte Arbeitsbiene
-
darauf mussten wir lange warten. Robert
von Weizsäcker kenne ich kaum. Wir hatten in diesem Jahr eine recht gute
und wichtige Unterredung, aber ob das tatsächlich umgesetzt wird, was mir Mut
machte, weiß ich nicht. Wenn es sich für das Referat nur darin erschöpfen
sollte, dass wir bis zur Olympiade einen Schachjournalisten engagieren, wäre
mir das zu wenig. Mit Matthias Kribben
pflege ich ein freundschaftliches Verhältnis, aber ich staune wirklich, dass er
sich neben Job, Familie, Fernschach und BSV dieses Amt noch zutraute.
In der Rubrik "Neues
aus der Geschäftsstelle des DSB" hieß es auf der Webseite des DSB in einer
Meldung vom 27.11., man habe in der Geschäftsstelle des Deutschen Schachbundes
eine Umstrukturierung vorgenommen, der zufolge Christian Greiser aus dem Team
ausscheidet zu Gunsten eines höheren Stellenwertes für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit.
War Christian Greiser denn hinderlich bezüglich verbesserter
Öffentlichkeitsarbeit?
Klaus-Jörg Lais :
Aber ganz im
Gegenteil! Christian Greiser war
innerhalb der Geschäftsstelle neben seinen Aufgaben als kaufmännischer
Administrator - und vielem anderen mehr - für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit
zuständig. Wir haben sehr gut zusammen gearbeitet, Christian war für mich die
Zuverlässigkeit in Person. Er hat meine Arbeit unterstützt und gefördert, ich
persönlich vermisse ihn sehr.
Wo ist denn jetzt für die
Öffentlichkeitsarbeit der Mehrwert?
Klaus-Jörg Lais :
Das muss sich
herausstellen. Im Moment erschöpft es sich darin, dass Dagobert Kohlmeyer aufgrund seiner vielseitigen Kontakte einen
Auftrag bekommen hat, Schach in die Zeitungen zu schreiben.
Und Du wolltest nicht etwa selbst
für den DSB beruflich tätig werden, falls Mittel frei werden?
Klaus-Jörg Lais :
Was soll ich sagen?
Man hat mich nicht gefragt. Damit muss ich leben oder es sein lassen.
Aber das entlastet die
Geschäftsstelle jetzt nicht.
Klaus-Jörg Lais :
So ist es, die
Aufgaben in der Geschäftsstelle müssen neu verteilt werden. Jörg Schulz bekommt mehr Kompetenzen.
Schulz ist schon Geschäftsführer
der DSJ und stellvertretender Geschäftsführer des DSB und Geschäftsführer der
Wirtschaftsdienst GmbH...
Klaus-Jörg Lais :
...Mitglied der Kommissionen Leistungssport und
Ausbildung, Bundesliga, organisiert den Deutschlandcup, die
Amateurmeisterschaft, leitet den Schach-Shop, plant die Simultantournee, ist
Mitglied des Olympia-Ausschusses, der Strategiekommission, organisiert die Tour
de Schach und den Tag des Schachs, verwaltet die Gütesiegel, ist
Delegationsleiter der DSJ, DJEM-Organisator, Bindeglied des Dresden-OKs,
Vertragspartner von Chessbase, Vorsitzender eines Bundesligavereins, Redakteur
des Olympiamagazins, Redakteur von „Jugendschach“, im Schulschach und für die
Diplome verantwortlich, vergibt allerlei Aufträge aus der Geschäftsstelle
heraus, ist bei den Präsidiumssitzungen und Hauptausschüssen dabei, plant den
DSB-Auftritt bei der Olympiade... hab’ ich was vergessen? Sehr
wahrscheinlich...
Wie bitte? Vermischt sich da die
Gemengelage der Interessen nicht ein bisschen miteinander?
Klaus-Jörg Lais :
Sagen wir mal so: Mir
fällt im deutschen Schach niemand ein, der mächtiger ist und mehr Einfluss hat.
Dürfen wir das veröffentlichen?
Klaus-Jörg Lais :
Natürlich. Es ist die Wahrheit. Ich bin ja
nicht der Einzige, der das sagt.
Bezogen auf Deine Tätigkeit als Funktionär- welchen
Fehler würdest Du auf keinen Fall wieder machen ?
Klaus-Jörg Lais :
Bestimmte Leute zu
duzen - ein Kardinalfehler.
Du bist inzwischen viel herum gekommen. Welche
Persönlichkeit hat Dich am nachhaltigsten positiv beeindruckt
?
Klaus-Jörg Lais :
...(überlegt einige Sekunden) Das ist eine sehr dankbare und doch schwierige
Frage. Man läuft ja immer Gefahr, jemanden nicht aufzuzählen, der aber von der
Wertschätzung her hierhin gehört.
International ?
Klaus-Jörg Lais :
Von den Spielern her
sind aus den TOP Ten wirklich alle sehr in Ordnung. Da kannst Du faktisch jeden
nehmen und schreiben: Interessante und nette Menschen. Da ist niemand mit
Starallüren bei. Mich hat Topalov sehr
beeindruckt, wie er auf dem Teppich blieb als Shootingstar. Sein Manager ist da
schon ne ganz andere Nummer. Von den
Altmeistern mag ich Karpow sehr. Man
kann glänzend mit ihm plaudern.

Klaus-Jörg und Karpow während der europäischen Senioren EM 2007
Und hierzulande?
Begrenzen wir es auf
den Spielerbereich, OK? Ich muss zugeben, dass ich zu den meisten deutschen
Topspielern keinen regelmäßigen Kontakt habe. Natürlich kennt man sich, aber
ich habe mich beispielsweise mit Jan
Gustafsson bisher weniger ausgetauscht als mit - sagen wir - Peter Leko. Und das liegt nicht daran,
dass ich Leko häufiger sähe. Zu manchen bekomme ich gar keinen Zugang, aber das
kann freilich auch an mir liegen. Die etwas älteren wie Thomas Luther und Klaus
Bischoff sind da schon Ausnahmen.
Klaus,
welchen Beruf übst Du aus und was möchtest Du uns über Deine Familie verraten ?
Ich steige jetzt
wieder in den IT-Marketingbereich ein. Ich habe jahrelang für eine große Firma
gearbeitet, die Softwareschulungen und Netzwerkinstallationen, auch
Programmierarbeiten angeboten hat. Dort bin ich vor vier Jahren freiwillig
ausgestiegen, um mich selbstständig zu machen. Auch aus meinem Familienstand
mache ich kein Geheimnis: Ich bin verheiratet, ohne Kinder - und das ist gut
so! (lacht laut auf)
Wir bedanken uns für das Gespräch