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| Anti-Anti-Sizilianisch 1.e4 c5 2.c3 b6 |
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Eine Rezension von Dr. Reno Stutz
Anti-Anti-Sizilianisch 1.e4 c5 2.c3 b6
Immer wieder überrascht der Kania-Verlag mit interessanten Eröffnungsbüchern und – um es vorweg zu nehmen – auch dieses Mal mit einem guten!Frank Zeller, IM aus Tübingen, widmet sich in seinem kurzweiligen, mit flotter Feder geschriebenem Werk einem seltenen Turniergast.Durch den 1941 in der Sowjetunion geborenen und in Israel lebenden Großmeister Jakob Murey mit zahlreichen Ideen bereichert, übernahm der israelische GM Artur Kogan den Anti-Anti Sizilianer in sein Repertoire. Andere Großmeister, wie M. Cebalo, I. Rogers und A.Miles folgten.Allerdings zeigten „Supergroßmeister“ bisher wenig Neigung, die Eröffnung auszuprobieren.Von dem Virus 2...b6 infiziert,unternahm F. Zeller seit den 1990er Jahren den Versuch, nicht nur die Spielbarkeit des Systems zu untermauern, sondern auch das bisher aufgelaufene Material kritisch zu sichten, neue Ideen einzubringen und systematisch darzulegen. |  |
In sechs übersichtlich gestalteten Kapiteln breitet der Autor die wichtigsten Varianten auf. Ohne sich dabei zu verlieren,werden diese mit leichter Hand kommentiert und durch zahlreiche Analysen untermauert.Trotz der bereits dargelegten Fülle des Materials bietet 2...b6 weiterhin viel Platz für eigene Analysen. Befragt man z. B. Fritz, so plädiert er im 4. Zug statt Ld3 für dxc5 (3. Kapitel), ein Idee, die im Buch keine Erwähnung findet. Gleiches gilt für Kogans Patentzug 9...Dc8!? In der nun folgenden Zugfolge versieht der Autor den 10. Zug von Weiß Lg5 mit einem Ausrufezeichen und bietet als Nebenvariante lediglich 10.Lf4 an.Allerdings sollte an dieser Stelle d5 nicht außer Acht gelassen werden, verspricht doch der Bauernzug dem Weißen sehr gutes Spiel (Seite 95).Allein diese Beispiele unterstreichen die Komplexität und Tiefe des von F.Zeller mit Erfolg aufbereiteten Systems und zeigen, dass Weiß und Schwarz auch in Zukunft im Anti-Anti-Sizilianer ein weites Betätigungsfeld vor sich haben.
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[1] Halbjahresabo vier Ausgaben der Fernschachpost für 11,20 EUR Jahresabo acht Ausgaben der Fernschachpost für 22,40 EUR Einzelhefte 2,80 EUR Gültige Preise am 12.09.2005
| | | | Autor: Dr. Reno Stutz für die FERNSCHACHPOST |
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