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Kommentare / Kolumnen
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| Zwei Partien vom Grossenseebach-Open |
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| | Den Organisatoren und charmanten Helferinnen verdanken die Teilnehmer des 19. Open von Großenseebach bei Erlangen (22.-25. Mai 2008) ein Turnier mit den besten nur denkbaren Wettkampfbedingungen. Und abends im Dorfgasthof spricht einen in Großenseebach schon einmal ein Einheimischer an. – „Ich vermute, Sie spielen mit beim Schachturnier. Wie läuft’s?“
Gut lief es für Henryk Dobosz, der vor dem von den Schachlinks schon als Sieger gemeldeten Zbigniew Ksieski knapp nach Wertung gewann. Letzterer spielte in seiner Partie der 5. Runde die „petite combinaison“ 24.Sxa5 – ich war zufällig Zeuge – sofort und ohne mit der Wimper zu zucken.
Zbigniew Ksieski – Julian Jorczik
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.h3 0–0 6.Lg5 Sbd7 7.Ld3 a6 8.Sf3 c5 9.d5 b5 10.0–0 bxc4 11.Lxc4 Sb6 12.b3 a5 13.a4 Se8 14.Tc1 Sc7 15.Te1 La6 16.Lxa6 Sxa6 17.Sd2 Sb4 18.Sc4 Ta6 19.Sb5 Dd7 20.Dd2 Sa8 21.Le3 Sc7 22.Sxc7 Dxc7 23.e5 dxe5
 24.Sxa5! Txa5 25.Dxb4 cxb4 26.Txc7 Txd5 27.Txe7 Td3 Besser vielleicht, den Turm auf der 5. Reihe zu belassen – 27....Tc8 und 28....Lf8. 28.Tb1 Tfd8 29.a5 Mit sicherem Gespür für seine Chancen schickt Ksieski den schönen gedeckten Freibauern los. 29....Ta8 30.Ta7 Tdd8 31.Tc1 Txa7 32.Lxa7 Ta8 33.Tc7 Lf6 34.Tb7 Ld8 35.a6 Kg7 36.Kf1 Kf6 37.Ke2 Ke6 38.Kd3 Le7 39.Kc4 Tc8+ 40.Kb5 Tc3 41.Txe7+ Kxe7 42.Lc5+ und Schwarz gab auf.
Der Berichterstatter genoss es, während der Partien im Saal – einer Turnhalle mit farbigen Bodenmarkierungen auf blaugrauem Grund – auf und ab zu gehen. Jedenfalls in der 4. Runde inspirierten ihn die Linien.




Steffen Hoffmann – Manfred Walter: 1.d4 d5 2.Sf3 Sf6 3.c4 c6 4.g3 e6 5.Lg2 Da5+ 6.Sc3 Lb4 7.0–0 Ich dachte an die Partie Kramnik-Morosewitsch, WM Mexiko 2007, als Weiß nach 1.Sf3 Sf6 2.c4 e6 3.g3 d5 4.d4 dxc4 5.Lg2 a6 6.Se5 Lb4+ 7.Sc3 Sd5 ebenfalls den König wegrochierte, und als ich Zbigniew Ksieski die Partie später zeigte, machte er nach 6....Lb4 eine winkende Handbewegung: Rochade! 7....Lxc3 8.bxc3 Dxc3 9.Tb1 Dxc4 „Wer A sagt, muss auch B sagen!“, rief mein Gegner vor Aufregung laut aus. Richtig, nicht nur ich, der die Bauernopfer brachte, war mutig. 10.La3 a5 10....Dxa2 11.Ta1 Dc4 12.Se5 Da6 13.Lc5 (oder gar 13.Lf8?) Db5 14.Dc2 und 15.Tfb1 11.Se5 Da6
 12.Dc1 Doppeldrohung 13.Dc5 und 13.Dg5 12....Sbd7 13.Dg5 Tg8 14.e4 h6 Nach 14....dxe4 15.Tc1 droht Weiß verheerend 16.Sc4. 15.Dh4 b5 „Fritz“ zieht 15....Th8 mit der Idee 16....g5. 16.Sxd7 Kxd7 17.e5 b4 18.exf6 bxa3 19.fxg7 Txg7 20.Dxh6 Tg6 21.Df8 Tf6 22.Dxa3 Lb7 23.Dc5 Da7 24.Tb6 Db8 25.Tfb1 Ta7 26.Txc6 und Schwarz gab auf.
Steffen Hoffmann, Leipzig | | | | Autor: Steffen Hoffmann |
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