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Bücherkiste Februar 2009
 



    Es ist doch schon einige Zeit her, dass sich ein Eintrag auf Schachlinks Bücherkiste verirrt hat. Dies hatte vielfältige Gründe, die keineswegs hierher gehören. Schließlich ist die Bücherkiste, wenngleich eher locker verfasst, kein persönlicher Blog oder ein virtuelles Tagebuch. Eines ist aber unumstösslich, und zwar, dass es in meiner Bücherkiste rappelt. Wer wissen will, was dort für Unruhe sorgt, einfach weiterlesen ...



    Herausgeber: Arno Nickel
    Titel: Schachkalender 2009 / Chess Companion 2009

    ISBN-13: 978-3-924833-58-9
    Edition Marco, Verlag Arno Nickel, 2008, 256 Seiten
    deutsch, englisch

    Auch im neuen Jahr bleibt der Faktor ZEIT für uns alle, die wir hier auf der Erde (ver)weilen eine Größe, deren Einteilung sorgfältig geplant sein will. Egal ob im Privatleben, der Arbeitswelt, bei den Erholungphasen oder während einer Schachpartie! Damit man sich der Vielzahl der Ereignisse erinnern kann, ist eine Gedankenstütze außerordentlich wertvoll. Die Schachspieler haben trotz ihrer potentiellen Fähigkeit über ein gutes Gedächtnis zu verfügen ihre eigene und das schon seit 26 Jahren! Für viele ein unentbehrliches Highlight zum Jahresanfang, für andere der 'Reminder' für das Kommende: der Schachkalender aus dem Hause Edition Marco / Verlag Arno Nickel.

    Dabei hatte die englischsprachige Ausgabe, der "Chess Companion" in diesem Jahr den Vortritt, damit man den Kalender bei der Schacholympiade auch dem englischsprachigen Raum vorstellen konnte. Also wurden die Artikel teilweise vom Englischen ins Deutsche übersetzt! Neben dem mit Infos über bekannte und unbekannte Schachspieler gespickten Kalenderium enthält das im handlichen Taschenformat gefertigte Büchlein Beiträge in der Schachszene bekannter Schreiberlinge: Tony Kosten, Ian Rogers, Georgios Souleidis, Christopher Lutz oder Stefan Löffler. Neben den durchweg lesenswerten Beiträgen liefert der Anhang alles Wissenwerte über die Bundesligen, Ranglisten, Statistiken, FIDE-Regeln etc. Gab es den Kalender früher in gebundener Ausgabe ist man mittlerweile aus Kostengründen wieder zur Softvariante übergegangen. Prinzipiell ist alles beim Alten geblieben, wer bisher nicht auf den Kalender verzichten konnte, wird es wohl auch in Zukunft nicht und die, die ihn noch nicht kennen, sollten sich auf eine Liason einlassen ...



    Autor: John Watson
    Titel: Mastering the Chess Openings, Volume 3

    ISBN-10: 1-904600-98-0
    ISBN-13: 978-1-904600-98-5
    Gambit Publications, 2008, 351 Seiten
    englisch

    Für alle die die zu erwartende deutsche Übersetzung des dritten Bandes von John Watons Reihe über die Schacheröffnungen nicht erwarten können, steht die englische Erscheinung in den Regalen. Eigentlich sollte die Serie "Mastering the Chess Openings" (das deutsche Äquivalent ist "Geheimnisse moderner Schacheröffnungen") ja nur zwei Bände umfassen, wo sich der erste Teil mit alle e4-Eröffnungen und der zweite Teil mit allen Eröffnung rund mit d4 befasste. Eine Vielzahl von Lesern vermisste aber die Englische Eröffnung, die durch den Zug c4 charakterisiert wird! John Watson als langjähriger Betreuer der c4-Kolumne auf ChessPublishing ist natürlich prädestiniert sich umfassend zu den Besonderheiten dieser Eröffnung zu äußern.

    Die ersten beiden Bände habe ich in früheren Rezensionen unter die Lupe genommen und Watson hält an seinem Konzept fest, denn es hat Bestand und Erfolg! Das bedeutet, dass es sich hierbei nicht um eine gedruckte Form einer Schach-Eröffnungsdatenbank handelt, sondern um den Versuch die Ideen, Motive und Motivation der Züge zu erläutern. Dazu verarbeitet er für die Eröffnung relevante Referenzpartien und macht zur Freude nicht den Fehler sich im Mittelspiel oder für ein solches Werk unnötige Analysen im Endspiel zu verheddern. Die englische Eröffnung ist mit ihren Abspielen sehr umfangreich, was man am Buchumfang feststellen kann. Dennoch - auch wenn kein Abspiel fehlt - gelingt es dem Autor das Auge auf das Wesentliche zu lenken. Hierbei hat er auch einen Blick und Erläuterungen zum besseren grundlegenden Verständnis für die reverse Englisch Eröffnung, sprich Sizilianisch. Für Englisch-Spieler ein Muss, für alle, die sich mit dieser Eröffnung befassen wollen eine klare Kaufempfehlung!

    Wer jetzt (noch) einen schmalen Nachfolgeband der beliebten Serie erwartet hat, wird wohl nicht enttäuscht werden! Schließlich wäre mit der Reti-Eröffnung und anderen seltenen Flankenspielen das Werk komplett und dürfte bei vielen komplett im Regal (und hoffentlich nicht nur da!) verharren. Für einen Blick verweise ich auf die Online-Leseprobe bei Gambit.



    Autor: Nikolai Krogius
    Titel: Schach ist easy!

    ISBN: 978-3-283-01008-9
    Edition OLMS, 200 Seiten, 2008
    deutsch

    Neue Bücher, die den Zugang zur spezialisierten Schachwelt vermitteln sind in der Vergangenheit rar gewesen. Vielleicht dies der Grund, warum der OLMS-Verlag hier einen Vorstoss gegen die abgegriffenen Exemplare der Vergangenheit aus Bibliotheken wagt?! Aber ganz neu ist dieses Buch auch wieder nicht, denn bereits 1992 wurde es im für Eröffnungsliteratur legendären Sportverlag Berlin als Übersetzung aus dem Russischen veröffentlicht. Aber auch der Autor dürfte insbesondere durch seine Dissertation "Psychologie im Schach", die auch als Buchform erschienen ist, kein Unbekannter sein.

    Der erfolgreiche russische Trainer und Spieler verfährt nach dem klassischen Prinzip, dass zuerst die "Geometrie" des Schachbretts erläutert, um dann über die Figuren zu den einfachen Mattbildern zu gelangen. Spannend wird es im zweiten Teil des Buches, wo es um den Erwerb von Schachverständnis geht, was ja bekanntermaßen über das Endspiel sehr gut zu realisieren ist. Gerade dieser Part gefällt gut und ist auch für den angehenden Jünger Caissas überschaubarer als das sofortige Getümmel in "Mittelspielknäuel". Selbige sind Sujet des nachfolgenden Teils, die primär aus taktische Motiven (Fesselung, Ablenkung, Hinlenkung, Blockade, Räumung, Königsstellung, Bauernstellung) bestehen, bevor eine knapp zwanzigseitige Einführung in die Eröffnungstheorie das Buch abschließt. Das der Part der Eröffnungen nur einen geringen Bestandteil der Lektionen einnimmt ist erfreulich, da diese Thematik vom Anfänger oft überbewertet wird. In den Übungsaufgaben sind im Gegensatz zu den Diagrammen im Lehrteil keine Beschriftungen vorhanden. Warum hier ein erhöhter Schwierigkeitsgrad angewendet wird, bleibt unklar, zumal die Bretter im realen Einsatz auch beschriftet sind?!

    Mein erstes Schachbuch war ein älterer Klassiker: "ABC des Schachspiels", das aber für Autodidakten eine recht anspruchsvolle Lektüre darstellte, da die Übungsaufgaben rar und den Übergang von der elementaren Figuren- und Mattführung zum den anderen Komponenten des Spiels mit einem aus meiner Sicht zu großem Sprung verbunden war. Das Krogius-Buch weiß hier einerseits durch mehr Übungsaufgaben (> 200 Stück) und andererseits durch tiefere Vermittlung der Schachgrundlagen besser zu gefallen. 33 Lektionen sind für einen Einsteiger nicht wenig, aber das Material ist leicht zugänglich aufbearbeitet und ich würde bei konzentriertem Studium (was für mich das Hinterfragen, eigene Gedanken und Notizen beisteuern beinhaltet) eine Verweildauer von ungefähr 2 Stunden pro Lektion ansetzen. Wer also fleißig ist, kann innerhalb von einem reichlichen Monat das Rüstzeug erwerben und danach heißt wohl entweder Freude am neuen Hobby haben oder für die, die mit mehr Ehrgeiz ausgestattet sind lernen, lernen und nochmals lernen ...



    Autor: Andy Rea
    Titel: Chess on the Ledge

    ISBN: 1-888710-36-6
    Thinkers Press, 234 Seiten, 2008
    englisch

    "The Unreal Chess of Andy Rea" lautet der Untertitel dieses etwas ungewöhnliches Buches, dass den Leser zu einer Reise in 'Andys Welt' einlädt. Ein Kosmos, der etwas abseits von Theoriefetischismus und mikroskopische computergestützte Vorteilsberechnung liegt, sich aber auf Fantasie, Tapferkeit und der Suche nach unmöglichen Möglichkeiten besinnt. Klingt etwas abenteuerlich, möglicherweise auch wie eine 'romantische' Zeitreise in Bezug auf das Schachdenken. Da ich Andy Rea nicht in den FIDE-Listen finden konnte, beziehe ich mich auf seine Spielstärkeneinschätzung aus dem Vorwort: zwischen 2100-2200 ELO.

    Aber was an "unrealem" erwartet den Leser hier? Ganz pragmatisch: 70 Partien! Zuzüglich sind zwei der eigenen Kreativität entsprungen und bilden praktisch die Einleitung in seine kleine Schachreise. In den nachfolgenden Kapiteln mit Überschriften wie "Mirage", "Belief" oder "Killing Them Softly ... Is Still Fatal" findet man zwar keine Hinweise auf die Spieler, die die Steine führten oder den Spielort, dafür umso mehr die Gedanken von Andy. Selten gibt er hierbei Kommentare zu den Eröffnungen, sondern pickt sich eine kritische Stellung aus dem Mittelspiel heraus und präsentiert hier sowohl mit Varianten als auch mit Erläuterungen sein Schachverständnis. Endspiele faszinieren den Autor offensichtlich besonders, da er viele der entstandenen ausführlicher untersucht. Insgesamt ein durchschnittliches Schach-Lesebuch, wo man an den kritischen Stellen mit dem Diagramm direkt den Fortgang der Partie/Analysen nachvollziehen kann, sofern diese nicht zu ausufernd sind. Das die Partien ohne Quellenangaben publiziert worden empfinde ich als nachlässig und störend. Allen Spielern, die gewonnene Partien nicht gewinnen können, gibt er noch folgenden Spruch auf Weg: "Don't spike the football at the 1-yard line!"



    Autor: Vera Jürgens
    Titel: Ticken Schachspieler anders?

    ISBN: 987-3-931192-35-8
    Kania Verlag, 127 Seiten, 2008
    deutsch

    Bücher aus dem Schachverlag Kania habe ich immer gern in die Hand genommen! Das mag wohl einerseits daran liegen, dass die Bücher in einem handlichen Format gedruckt werden, aber andererseits in den meisten Fällen auch noch als Hardcover erschienen sind. Beim vorliegenden Werk ist letzteres leider nicht der Fall, was sicherlich einer knappen Budgetierung geschuldet ist. Keineswegs hat mich dies aber am Lesen dieses Buches gehindert ...

    Zur mittlerweile deutschen Nationalspielerin Vera Jürgens möchte ich die Homepage des Verlages zitieren: "Vera Jürgens wurde 1969 in Bulgarien geboren. Als mehrfache Mädchen- und Damenmeisterin des Landes nahm sie mit der heimischen Nationalmannschaft an zwei Schacholympiaden teil. Später, nach ihrer Heirat mit einem deutschen Schachspieler, vertrat sie 2006 die Bundesrepublik in Turin. Daneben tat sie sich u.a. als Übersetzerin der Bücher von Exweltmeister Khalifman hervor." und blättere dabei das Buch erneut quer. Ich bin mir sicher, dass es nicht am fehlenden Hardcover liegt, dass ich Schwierigkeiten habe mich mit dem Inhalt zu identifizieren ... Liegt es möglicherweise daran, dass ich keine prinzipielle Unterscheidung in Schachspieler und Nichtschachspieler vornehme? Oder dass der Titel des Buches Programm und mir damit zu nah tritt? Ich weiß es nicht! Die Themenvielfalt mit der sich, die Verfasserin umgibt ist jedenfalls äußerst vielfältig und reicht von einem (versuchten) Einblick in die Psyche der schachspielenden und nichtschachspielenden 'Bevölkerung' bis zur Partnerschaftsfrage. Eine Vielzahl der Argumente erscheint mir etwas zu flach beziehungsweise nach zu simplen Mustern gestrickt. Auch die Verhaltensregeln am Schachbrett wirken teilweise eher altbacken und etwas schrullig. Hinweise wie "Halten Sie niemals Ausschau nach der Beschriftung des Brettes, bevor Sie einen Zug aufschreiben!", die darauf zurückschließen lassen, dass man Anfänger ist, lassen mich in Zukunft eher in die Psychokiste greifen, wenngleich ich mir nicht davon verspreche meinen Gegner beeindrucken zu können. Vielleicht lese ich das Buch noch einmal und schaue ob ich mehr Zugang finden kann, die Stiefel-Karikaturen sind wie so oft jedenfalls passend. Leseprobe hier und ein Interview aus Mai vergangenen Jahres hier.



    Autoren: Jörg Hickl, Erik Zude, Uwe Schupp
    Titel: Die Macht der Bauern

    ISBN: 987-3-00-025190-0
    Schachreisen Verlag, 183 Seiten, 2008
    deutsch

    Das Autorentrio Hickl, Zude (IM) und Schupp mit Hickl (GM, Deutscher Meister 1998, ehemaliger Nationalspieler) als Repräsentationsfigur hat sich die Beschäftigung mit der Seele des Schachspiels auf die buchstabenen Fahnen geschrieben. Ein Thema, dem in der Vergangenheit keine gesonderte Aufmerksamkeit geschenkt wurde. In meimem Regal befindet sich auch nur das mittlerweile 14 Jahre alte "Pawn Structure Chess" von Andrew Soltis, Drazon Marovics "Geheimnisse der Bauernführung im Schach" leider nicht.

    Auf dem Rückentext ist zu lesen, dass sich das Buch an Vereinsspieler zwischen 1300 und 2200 DWZ/ELO richtet, was mich ein wenig stutzig macht, da ich diese Spanne prinzipiell als zu groß empfinde. Inhaltlich finden sich 65 Muster- und Meisterpartien der letzten 100 Jahre wieder. Der Aufbau ist dabei in zwei Teile gegliedert: Teil 1 - Figuren und Bauern untersucht das Zusammenspiel von Läufer, Springer und Turm in Bezug auf die Bauern. Im zweiten - dem Hauptteil - finden sich die grundlegenden Bauernstrukturen wieder, die wie folgt unterschieden werden:

    • Hängende Bauern
    • Isolani
    • Rückständige Bauer
    • Freibauer
    • Doppelbauer
    • Felderschwächen
    • Bauernketten
    Auf ein Beispiel verzichte ich an dieser Stelle, verweise aber auf die Leseprobe. Besonders lesenswert fand ich den Abschnitt über die hängenden Bauern, da diese Formation insbesondere in Amateurpartien immer wieder neben der Ratlosigkeit damit umzugehen auftaucht. Stellvertretend für diese Charateristika wird das Gerüst c3/d4 bzw. d6/e5 innerhalb von sechs Partien untersucht. Das Kapitel der Felderschwächen ist mir außerdem mit 8 Partien positiv ins Auge gefallen, für Freunde von starren, eröffnungstypischen Bauernstrukturen ist das Kapitel Bauernketten mit acht Partien mit Sicherheit eine Bereicherung.

    Das Buch präsentiert keine grundlegend neuen Erkenntnisse, aber die angepeilte Zielgruppe der Vereinsspieler (der Untertitel des Buches lautet: Strukturen, Pläne und Ideen für Vereinsspieler) wird erreicht. Den Vergleich mit dem Soltis-Buch braucht das Trio auch nicht zu scheuen, da Soltis sich speziell auf die Strukturen der diversen Eröffnungen konzentriert hat und da dies bei "Die Macht der Bauern" nicht der Fall ist, liegt hier der Vorteil: Der Versuch die Bauernstrukturen im Zusammenspiel mit dem grundlegenden Plan, den anderen Figuren und dem Gerüst von Raum und Zeit zu erläutern ist dem Autorenteam an vielen Stellen im Buch gelungen. Bauern an die Macht!



    Autoren: Murray Chandler, Helen Milligan
    Titel: Schach für Kinder

    ISBN-13: 978-1-904600-90-9
    ISBN-10: 1-904600-90-5Gambit Publications, 112 Seiten, 2008
    deutsch, Hardcover

    Ein weibliches Krokodil und ein junger Spund mit 'aufstrebender' Haarfrisur sind die sympatischen Protagonisten dieses in Hardcover abgefassten Werkes. Murray Chandler, der Kopf von Gambit, der sich zuletzt auch wieder verstärkt der Veröffentlichtung von Büchern gewidmet hat wird von der ehemaligen britischen Meisterin Helen Milligan bei diesem Kinderbuch unterstützt. Inhaltlich führen die beiden die Kinder (sowie mit die unterstützenden Eltern?) in die üblichen Grundlagen des Schachsspiels ein: Zugregeln, Notation, Figurenwerte, Matt und Patt, Gewinn und Remis, taktische Grundelemente wie Doppelangriffe, einfache Eröffhungslehre und eine erste ganze Partie. Das ganze in eine Kurzgeschichte mit vielen Grafiken verpackt - schlicht kindgerecht!

    Natürlich darf ein solches Buch nicht den Vergleich mit Kindermanns "Schach für junge Einsteiger" und den diversen elektronischen Medien scheuen. Letztlich entscheidet zwar der Käufer, welche Option ihm für den kleinen Zögling lieber ist, aber die Illustrationen in diesem Buch empfinde ich als kinderfröhlicher im Vergleich zu Kindermann und besonders hat man der Aspekt gefallen, dass die Grafiken noch ohne Farbe sind, was bedeutet, dass das man mit Buntstift und Co. das Buch zu einem echten Spielbuch werden lassen kann. Ich würde das Buch für eine Altersstufe ab 6 Jahre empfehlen. Leseprobe hier.


    Abschließend noch ein kleiner Blick in die Blätterwelt! Bereits im Herbst vergangenen Jahres erschien der neue Randspringer über die bekannten Kanäle (savethewhalenow auf eBay). Eine mit über 151 Seiten recht umfangreiche Ausgabe hat sich 'Bastard-Indisch' (1. c4 g5) und 'anderes Kaffeehaus-Schach' auf die Fahnen geschrieben. Rainer Schlenker in seinem Element und die Elemente nicht staub vertrockeneter Theorie im Übermass. Spieler, die auch gern ein mal am Schachbrett grenzwandeln, werden ihre Impulse finden. Von Freaks, für Freaks!

    Seit Ende letzten Jahres hat eine neue Zeitschrift, mit dem simplen Namen Schach-Zeitung, wohl der Rochade Europa den Vergleich angesagt. Mittlerweile bei der vierten Ausgabe erschienen hat sich das Heft vom fast reinen Diagrammstakkato zu einer kleinen Publikation mit Potential entwickelt. Wer jetzt glaubt, dass ich das Feuer anfache, weil ich dort die Artikelserien "Was macht eigentlich ...?" und "Kombinatorische Plaudereien - Wie viele Felle hat ein Fuchs?" betreue, den muss ich enttäuschen. Warten wir einfach ab, was da kommen mag ... ein Wachablösung gegenüber der 'vielseitig-informativen Schachzeitung' wäre in der Tat wünschens- und unterstützenswert!

    (C) 2009, Frank Große
    redaktion@schachlinks.com
 
Autor: Frank Große
 
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